Donnerstag, 3. Januar 2013

Das Alpenveilchen

Es ist Winter in Deutschland, auch wenn es draußen zehn Grad sind. Nein, ich vergesse es nicht. Ich genieße jeden grünen Tag und jede Pflanze, die zeigt, dass sie lebt. Eine dieser tapferen Vertreterinnen in meinem Garten ist das Alpenveilchen. Bei mir sieht es so aus.






Diese Aufnahmen stammen aus dem Januar 2012. Diesem herrlich, milden Winter bevor im Februar die Kälte alles platt gemacht hat. Man beachte die Nässe und das Laub. Das sind die Accessoires, mit denen man das Alpenveilchen in Verbindung bringt. Nun ja, vielleicht noch die kühle Fensterbank im Schlafzimmer. Ich hatte allerdings das Vergnügen diese Blume in Kalabrien/Italien zu sehen. Auch dort ist es eine Winterblume. Nur sind die Gestaltungsmöglichkeiten dort etwas anders. Also folgen wir dem Beispiel, weg von Nass. Das mag das Alpenveilchen so wie so nicht.



Dienstag, 1. Januar 2013

Gutes, neues Jahr!

Es ist so wunderbar, dass der Winter so mild ist. Der Garten ist grün und die Erde ist weich. Die besten Voraussetzungen, um einfach weiter zu arbeiten und die Jahreszeit zu ignorieren. Das neue Jahr hat mich mit einer neuen Blüte begrüßt. Nicht die Christrose, die muss um diese Zeit blühen. Nichts desto trotzt weiß ich diesen Blumengruß zu schätzen.

Aber nicht die Christrose hat mich überrascht, sondern eine neue Blüte der Ringelblume, die dabei ist, sich zu öffnen. Dazu noch das muntere Vogelgezwitscher und ich kann den Winter vergessen.





Wie hat mir das Herz geblutet, als Mitte Dezember der Schnee kam und die letzten im Garten verbliebenen Blüten unter sich begraben hat. Ich weiß, andere gehen gerne Schlittenfahren oder wollen sich auf die Ski stellen. Mir ist ein grüner Winter lieber. So bin ich durch den Garten gegangen und habe mich von meinen Blumen verabschiedet.










Donnerstag, 13. Dezember 2012

Le donjon de Loches

Am Fluß Indre liegt die Königsstadt Loches. Der imposanteste und bedeutendste Teil der Stadt ist wohl der Donjon, mit seinen 36 Metern Höhe. Er wurde im 11. Jahrhundert errichtet und steht jetzt nur noch als Gerippe, da ihm sowohl Dach als auch die Zwischendecken fehlen. Trotzdem kann man ihn besteigen. Das ist allerdings nur was für Leute ohne Höchenangst, da man über Gittertreppe und -gängen läuft und bei jedem Schritt den Abgrund sieht. Also nichts für mich.
Daneben steht der Turm Ludwigs XI., der ist wesentlich besser erhalten. Er diente bis 1926 als Gefängnis und Besserungsanstalt. Deshalb bekam er auch mehr Zuwendung. Aber nicht nur in dem Turm wurden Gefangene eingesperrt, sondern auch in einem Tunnel, der bis zu 20 Meter unter die Erde geht.
Aber wir kommen schnell wieder nach oben und wenden uns dem friedlicheren und für mich auch interessanteren Teil der Anlage zu, dem Garten.
Dieser kleine Garten wurde erst 1997 nach mittelalterlichen Buchvorlagen gestaltet. Da er mitten in der Anlage liegt, ist er an drei Seiten von hohen Mauern umgeben, die ihm Schutz und dem Besucher das Gefühl von Geborgenheit geben. Typisch mittelalterlich ist der Garten in vier Beete aufgeteilt, mit einem schlichten, quadratischen Wasserbecken in der Mitte.




Das mir in dieser Ausführung ein bisschen zu "modern" ist. Die vier Beete sind nicht mit Buchs, sondern mit dicken Weidenästen eingegrenzt.





 In den Beeten finden sich die Kräuter, die typisch für mittelalterliche Kloster- bzw Bauerngärten sind. Die Beschilderung ist gut, so kann man gleich die fransösischen Namen lernen. Ein schönes Spiel.
Das Element Weidengeflecht findet sich auch am Eingang zu dem Garten. Hier sind nur die Abstände größer und die Zweige leben und gedeihen.


Noch eine Idee für den Garten zu Hause. Da der Garten von Mauern umringt ist, eigent er sich natürlich ringsrum gut für den Obstanbau. An der einen Seite entlang waren Brombeeren gepflanzt und mit einem schlichten, viereckigen Gestellt aus Holzleisten in Zaum gehalten.




Alles in allem ein kleiner, aber feiner Garten.





Montag, 20. August 2012

Gartenreise durch Frankreich

Ich war diesen Sommer in Frankreich, an der Loire. Natürlich mit dem Ziel so viele Gärten, wie möglich zu sehen und ganz viele Ideen für meinen Garten mit nach Hause zu bringen. Ich würde sagen: Ziel erreicht! Aber ich werde ganz in Ruhe jeden Tag von einem Garten berichten.
Mein erster Garten dort war der Schlossgarten von Rivau. Und was fällt mir bei französichem Garten ein? Natürlich Lavendel und formaler Garten. Et voila!





Das war noch außerhalb des Gartens. Innerhalb der Mauern war als erstes der Gemüsegarten, natürlich auch formal angelegt. Vorbei am Tunierplatz ging es in den Rabattengarten, die eine Seite nur mit Schilff angelegt. Aber was heißt nur. Ich brauche noch viel mehr Gräser in meinem Garten. Es ist so schön und elegant. Zum Beispiel hier das blaublühende.

Ja, Kunst brauche ich auch noch in meinem Garten. Nicht so groß wie diese Skulptur, aber bitte auch so herrlich philosophisch. "Der Käfig der Liebe" Mir hat die Ausführung nicht so gut gefallen. Ich finde es ein wenig fusselig und unordentlich. Außerdem glaube ich nicht, das der Käfig der Liebe so durchlässig ist. Aber die Idee ist großartig.

Da ich immer noch von einem schwarzem Garten träume, irgendwann werde ich auch das schaffen, sammele ich Bilder von schwarzen Blumen. Hier ist es eine schwarze Stockrose.



Im hinteren Teil des Gartens gab es noch ein großes Waldstück und ein Labyrinth. Für beides ist mein Garten zu klein. Aber um der Hitze das französischen Sommers zu entfliehen, ist dieser Teil wirklich nötig. Hohe Bäume und Schatten sind nur langweilig, wenn man sich nach Sonne und Blumen sehnt. Wenn das Licht zu grell wird, braucht man viel grün zur Erholung.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Rosa, rosa, rosa!

Was erwartet man, wenn man Kornblumen sät? Mir fallen dazu gelbe Kornfelder ein und dazwischen roter Mohn und blaue Kornblumen. Warum trifft es mich so hart!


Ja natürlich habe ich rosa Kornblumen dazwischen. Hat jemand mal Mitleid mit mir?
Und dann hat sich beim mir Fingerhut selbst ausgesät. Ja, gewiß gibt es den in verschiedenen Farben. Aber beim mir ist er natürlich rosa. Genau! Ich bin so arm dran.


Aber die Blüte ist ein Traum und er darf gerne nächstes Jahr wiederkommen. Vielleicht dann in weiß.

Dienstag, 10. Juli 2012

Tapfere Madonnenlilie

Schaut sie Euch an. Kein einziges Blatt mehr. Sie hat nur noch den kahlen Stengel und trotzdem blüht sie. Sie ist eine Madonna.

Nachdem ich ein bisschen gelesen habe, weiß ich, dass ganz viele Probleme damit haben, sie zum blühen zu bringen. Ich habe sie einfach in die Erde gesetzt. Scheinbar habe ich Glück mit dem Boden. Es ist dicker, schwerer Lehmboden. Das er besonders kalkhaltig ist, wüßte ich nicht.
Aber wer frißt an meiner Lilie? Es ist das Lilienhähnchen. Sagt jedenfalls Wikipeda. Ich werde Ausschau halten nach dem 6-8 mm großen Tier. Immerhin ist es knallrot. Das sollte ich finden. Und dann hilft nur noch absammeln.

Montag, 9. Juli 2012

Fledermäuse im Garten

Plötzlich waren sie da, die Tiefflieger in der Nacht. Ich habe bei mir zuvor noch keine Fledermäuse entdeckt. Doch jetzt waren mehrere Nächte hintereinander die dunklen Schatten zu sehen. Und dann landete eine an der Hauswand. Sie konnte sich allerdings nicht halten und rutschte auf den Boden. Da eine weitere Fledermaus weiter die Kreise durch den Garten zog, nehme ich an, dass es sich bei dem gelandeten Tier um ein Jungtier handelte, mit mütterlicher Begleitung am Himmel.



Ich habe sie dort an der Hauswand sitzen lassen und bin weggegangen. So wie ich es bei den Vögeln mache, die an die Scheibe fliegen und dann einen Moment brauchen, ehe sie wieder fliegen können. Ich habe lediglich aufgepaßt, dass keine der fünf Katzen in der Nähe ist, die sonst meinen Garten durchstreifen auf der Suche nach den anderen Mäusen.
Dann habe ich mich erkundigt und erfahren, dass man besser einen Handschuh anzieht und die Tiere in einen Baum, Busch oder sonstiges hängt, da sie vom Boden aus nicht starten können. Dabei sollte man darauf achten, dass sie aus dieser Position freie Flugbahn haben. Beim nächsten Absturz bin ich vorbereitet.