Sonntag, 26. Januar 2014

Ist der Januar das zeitige Frühjahr?

Ich habe in meinem Garten die ersten Blätter des Scharbockskrauts gefunden. Ich weiß, das ist eine sehr frühe Pflanze, eine der ersten Vitamin C Spender im Jahr und deshalb bei unseren Vorfahren sehr willkommen. Selbst von Schiffsreisen kann sie erzählen. Wie ich gelesen habe ist Scharbock der alte Name von Skorbut. Das Kraut wurde nach dem Winter also sehnlichst erwartet, um wieder an frisches Grün zu kommen. Aber wenn man so durchs Netz surft, findet man gleich all die Leute, die sagen dass es ein lästiges Unkraut ist. Wenn all mein Unkraut so lecker im Salat wäre und im Mai brav verschwinden würde, dürfte noch viel mehr Unkraut in meinen Garten kommen. Nun muss ich natürlich zugeben, dass mein Scharbockskraut sehr gut kooperiert und sich brav in meinem gelben Beet angesiedelt hat. Eigentlich machen dort immer die Winterlinge das Rennen, aber dieses Jahr....



Nun jedenfalls grüble ich jetzt, ob diese Pflanze eine Leitpflanze ist, sprich ob sie anzeigt, das kein harter Frost mehr zu erwarten ist. Es ist schließlich eine "alte" Pflanze. Vielleicht nicht so alt wie der Farn, dem man ja nachsagt, dass er das anzeigt. Vielleicht ist es aber nur einfach meine Hoffnung, dieses Jahr so gut davon gekommen zu sein. Ich musste bis jetzt noch nicht mal die Zitronenbäume reinräumen. Und ich brauche den Winter nicht. Und wie man sieht, stehen auch schon die Krokusse in den Startlöchern.





Freitag, 24. Januar 2014

Wenn es draußen grau ist...

Dann versucht man am besten dem Elend zu entkommen und sich schönere Plätze zu suchen. Wie zum Beispiel ein Aquarium. Die Fotos stammen aus einem Seelife Center. Ein künstlicher Ort ohne Tageslicht, aber will bei diesem Einheitsgrau schon den Himmel sehen. Da gibt es doch unter Wasser viel schönere Blautöne.


 


Und wenn man dann so von Becken zu Becken geht und der Seele wieder Farbe zuführt, geht alles wieder besser. Ich weiß, Korallen, Anemonen und Polypen sind keine Pflanzen, sondern Tiere. Aber mit ihre exotischen Schönheit können sie es mit Orchideen locker aufnehmen.


Ist das nicht unglaublich schön. Das ist genau das richtige, wenn man im Garten nichts machen kann, außer bangen, ob doch noch Frost kommt oder nicht und sich Gedanken machen muss, wo die geliebten Pflanzen den grausamen Frost überstehen. Aber weg mit diesen Gedanken und genießen wir noch etwas die Schönheit unter Wasser.







Mittwoch, 22. Januar 2014

Rückschnitt am Mirabellenbaum

Ich habe es getan. Ich habe den Mirabellenbaum radikal zurückgeschnitten. Ich meine, dass es dafür Zeit wurde. Aber wenn ich ihn mir jetzt so ansehe, überkommen mich Mitgefühl und Zweifel. Er sieht so nackt aus. Letztes Frühjahr stand er in voller Blüte. Ich hatte mich auch schon auf eine reiche Ernte gefreut. Denn der Baum hatte eigentlich Glück. Während der Blütezeit war herrliches Wetter. Die Bienen summten wie jedes Jahr durch die Baumkrone.


Auch die Woche danach war es noch warm. Nur dann kam der letzte Frost und so schön waren auch April und Mai nicht. Das letzte Jahr hat nicht gut begonnen. Da habe ich mir aber noch keine Gedanken gemacht. Erst als die Erntezeit anstand und nur hier und da eine Frucht zu sehen war, war ich mächtig enttäuscht. Am meisten geärgert hat mich allerdings, das die Früchte, die am Baum hingen, so weit oben in der Krone waren, dass ich überhaupt keine Chance hatte, sie zu erreichen. Also war der Plan den Baum so ein zu kürzen, dass erstens mehr Platz und Licht in die Krone kommt und zweitens, dass ich ernten kann, ohne mit dem Helikopter anzukommen. Zu Silvester war es dann so weit. Es war mild und auch kein Frost in Sicht. Nun sieht mein Baum so aus.



Es war unglaublich, welches Volumen all die Äste hatten. Die Terrasse und auch der Rasen lagen voll. Es war schon sehr nötig, dem Wuchs Einhalt zu gebieten.




Ja, und dann ging es daran all die Äste auf Kaminholzlänge zu sägen. Denn natürlich wird davon nichts weggeworfen. Die dünnen Äste geben gutes Anmachholz und die ganz dünnen Zweige gehen durch den Schredder und werden zu Mulch auf meinen Beeten. Und nun muss ich sehen, wie weit der Baum im Frühjahr austreibt. Die Blütenpracht vom letzten Jahr wird es dieses Frühjahr wohl nicht geben. Dafür hatte ich eine ganze Weile Zweige in der Vase und Blüten im Zimmer.



Mittwoch, 23. Oktober 2013

Die letzte Erdbeere


Kalte Nächte kriechen herein.
Die Sterne leuchten so klar.
Der Mond erhellt die Nacht.
Du kannst Deinen Atem sehen.

Doch wird es wieder hell,
steigt die Sonne hoch genug,
dann brennt die Wärme auf der Haut.
Doch Schatten brauchst Du nicht.

Die Sonnenblumen wippen im Wind.
Die Astern explodieren.
Da summt noch eine Biene.
Du kannst die letzte Erdbeere naschen.


Dienstag, 22. Oktober 2013

Der Herbst ist gelb!

Letztes Wochenende habe ich das schöne Wetter ausgenutzt und habe den Garten aufgeräumt. Aus purer Angst vor dem Winter. Denn der Wetterbauer auf SWR1, Hans Boes, hat vor einem kalten Winter gewarnt, da es ausgerechnet an St. Lukas (18.10.) mild war. Ist St. Lukas mild und warm, kommt ein Winter, dass Gott erbarm. http://www.swr.de/swr1/rp/-/id=233366/nid=233366/did=2282232/pv=gallery/1tjgsdn/
Also habe ich alles Mögliche geerntet und rings rum Samen gesammelt, zum Beispiel von den Ringelblumen und meinem Fingerhut. Vielleicht schaffe ich es den Fingerhut auch an einer anderen Stelle im Garten zum Blühen zu bringen. Und natürlich habe ich noch schnell von alle Blumen Fotos gemacht, die ich entdecken konnte. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Farbe Gelb überwiegt. Meine großen und kleinen Sonnenblumen habe ich ja schon beschrieben. Aber da sind noch mehr gelbe Blumen in meinem Garten.


Meine Ringelblumen blühen tapfer bis zum ersten Frost und selbst danach, wenn es noch einmal mild wird, sind ihre Blüten überall.


Von meiner Königskerze blüht nur noch die Spitze. Sie hat sich selbst ausgesät, mitten im Gemüsebeet. Aber all diese "wilden" Blumen sind mir willkommen. Sie suchen sich ihren Platz und wer nicht extrem stört, darf bleiben, wo es ihm gefällt.


Meine Physalis blüht auch noch mit diesen zarten verschämten Blüten. Wunderschön. Ich brauche noch ein paar warme Tage, damit ich auch noch ein paar Früchte ernten kann.


Mein Johanniskraut blüht ebenfalls bis Väterchen Frost es in den Winterschlaf schickt.


Mein Sonnenhut hat dieses Kahr so lange gebraucht, bis er endlich angefangen hat zu blühen. Aber wer hatte in diesem schrecklich langen, kalten Frühjahr schon Lust auch nur die Blätter raus zu strecken. Dafür habe ich jetzt die Blüten noch mitten im Laub.


Die Stiefmütterchen habe ich erst vor kurzem gepflanzt. Da hatte ich noch die Hoffnung auf eine milden Winter und immer einen gelben Farbtupfer. Wir werden sehen, wie gut sie mit der Witterung zurechtkommen. Gebt nicht auf!


Ja, auch die Primeln stecken die ersten Blüten durch das Laub. Und wie ich feststellen musste, haben auch die Schnecken die kleinen Blüten entdeckt.


Zum Schluss noch der Baum, von dem das Laub stammt. Ja, der Herbst ist gelb. Zumindest in meinem Garten.







Montag, 21. Oktober 2013

Topinambur, die kleine Sonnenblume

Nun gut, kleiner sind nur die Blüten, der Topinambur ist höher gewachsen als alle meine großen Sonnenblumen und überragt den Fliederbaum. Die Familienähnlichkeit ist aber nicht zu übersehen. Der wirkliche Unterschied ist wahrscheinlich, dass hier die Blüten nur Deko sind, geerntet wird die Knolle. Und der Topinambur trägt nicht umsonst auch den Namen Ewigkeitskartoffel.

Aber ich will von Anfang an erzählen. Angefangen mit meiner Zucht habe ich vor zwei Jahren, in einem eingemauerten Stück Terrasse. Denn ich hatte den Tipp bekommen, dass sie sich gerne ausbreiten.


Startkapital waren zehn kleine Knollen aus dem Versandhandel. Die habe ich gut verteilt in dieses Stück Erde gelegt und da ich gelesen habe, dass Topinambur keinerlei Pflege braucht, habe ich mich auch nicht weiter darum gekümmert. Locker war der Boden, da ich diese Stelle von einer anderen "Pest" befreit habe. Darüber hatte ich aber schon einmal geschrieben. Gedüngt habe ich nicht. Aber reichlich geerntet. Ich bin gut über den Winter gekommen. Dabei habe ich nur die großen Knollen geerntet und aus jedem "Nest" ein paar kleine zurück gelassen. Aber nur zwei, drei. Dabei herausgekommen ist dies. Unter jedem dieser Stängel befindet sich die neue reichliche Ernte.


Ich muss keine Knollen absichtlich zurücklassen. Topinambur wird man nicht wieder los. Es bleiben auch bei einer gründlichen Ernte genügend Knollen im Boden, um eine ordentliche Ernte für das nächste Jahr zu sichern. Ja, ich freue mich auf die Ernte. Ich mag den Geschmack und habe mir vorgenommen ein paar radikale Rezepte zu probieren. Zum Beispiel Pommes. Die Seite von Chefkoch gibt 93 Rezepte. Ich werde einiges ausprobieren. Und wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist, weitere Name der Knolle sind Jerusalem Artischocke und Erdtrüffel. Gut der Geschmack kann nicht überzeugen, dann gibt es jetzt noch ein Bild von dieser herrlichen Blüte.


Freitag, 4. Oktober 2013

Sonnenblumen






Wenn die Sonne schwächer wird, übernimmt diese leuchtende Blume. Ihre gelben Blütenblätter sind die Sonnenstrahlen des Herbstes. Ich kann gar nicht genug bekommen von diesen Blüten.




















Dieses Jahr stammen diese unterschiedlichsten Formen aus der Schüttelbox vom Rewe. Das Geschenk eines Freundes. Es war nicht leicht die jungen Pflanzen aufzuziehen. Zuerst das lange, kalte Frühjahr, dann eine Schneckeninvasion und zum Schluss noch die lange Trockenheit. Aber ein paar haben überlebt und jede wird von mir geliebt. Egal ob eine große leuchtend gelbe oder viele kleine gemusterte oder eine ganz dunkle Blüte.
Die knallgelbe Variante.


Schwarz wie die Nacht oder Gewittersonne.
Gemustert wie ein Tiger.



















Nicht nur ich weiß diese Blume zu schätzen. Die Vögel kommen und plündern die Kerne.